Germany
Jun 8, 2020

Klarna Cash Index zeigt: So viel Bargeld haben die Deutschen in der Tasche

Berlin, den 8. Juni 2020 – Welche Rolle spielt Bargeld in Deutschland? Dieser Frage ist Klarna, einer der weltweit führenden Zahlungs- und Shopping-Anbieter, im Rahmen einer deutschlandweiten, repräsentativen Online-Umfrage nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen klare regionale Unterschiede und einen eindeutigen Alterseffekt.

  • 89,22€ trägt jeder Deutsche im Durchschnitt bei sich
  • Bargeld ist eine Frage des Alters: Je jünger die Befragten sind, desto weniger Bargeld befindet sich in den Portemonnaies
  • Schleswig-Holstein ist beinahe cashless und führt das Ranking der Bundesländer mit 53€ im Durchschnitt an
  • Das meiste Bargeld tragen Niedersachsen (124€), Baden-Württemberger (105€) und Bayern (101€) bei sich
  • 15% der Befragten geben an, auf Bargeld im Einzelhandel zu verzichten

89,22€ trägt durchschnittlich jeder Deutsche bei sich – Bargeld ist ein Altersphänomen 

In der Studie wurden die Teilnehmer danach gefragt, wie viel Bargeld sie im Moment der Befragung bei sich trugen. Auch wenn bargeldlose Bezahlmethoden auf dem Vormarsch sind, tragen sie eine gewisse Menge an Bargeld immer noch mit sich – und zwar im Schnitt genau 89,22€. Das Interessante: Während Männer angaben, 104€ bei sich zu tragen, gaben Frauen durchschnittlich an, 75€ im Portemonnaie zu haben. Betrachtet man dabei jedoch lediglich die Befragten unter 35 Jahre, so sind kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern erkennbar. Männer unter 35 Jahre haben  rund 64€ in der Tasche, Frauen unter 35 sogar 71€. Generell spielt das Alter beim Verhältnis der Deutschen zum Bargeld eine entscheidende Rolle: Je älter die Befragten sind, desto mehr Bargeld haben sie im Geldbeutel. Die Gruppe der über 55-Jährigen trägt mit rund 98€ durchschnittlich das meiste Bargeld bei sich. 

Schleswig Holstein ist beinahe bargeldlos – Der Cashless Trend kommt aus dem Norden

Die Studie zeigt, dass große Unterschiede darin herrschen, wie viel Bargeld die Bewohner der verschiedenen deutschen Bundesländer im Portemonnaie haben. So haben die Niedersachsen mit 124€ und die Saarländer mit 121€ mit Abstand das meiste Bargeld bei sich, gefolgt von Baden-Württemberg, mit 105€ und Bayern, mit 101€. Am wenigsten Bargeld bei sich tragen die Bewohner von Berlin, mit 57€, Thüringen, mit 56€, und Schleswig-Holstein, mit 53€. Hier werden erste Anzeichen sichtbar, woher der Trend zur bargeldlosen Gesellschaft kommt: Als Grenzland zu Dänemark und der Nähe zu Schweden ist Schleswig-Holstein unmittelbar mit den Ländern in Europa vernetzt, die bereits weitestgehend bargeldlos sind. 

Auch der Einzelhandel digitalisiert sich: 15% der Deutschen verzichten gänzlich auf Bargeld im Einzelhandel

Bereits seit 2018 ist Bargeld nicht mehr beliebteste Bezahlmethoden der Deutschen – erstmals haben in jenem Jahr Kartenzahlungen die Bargeldzahlungen überholt – und der Trend hält weiter an. Ein Großteil der Befragten (56,7%) gibt an, weniger als die Hälfte der Einkäufe noch mit Bargeld zu begleichen. 15,1% geben sogar an, gänzlich auf Bargeld im Einzelhandel zu verzichten. Auch hier ist auffällig: Je älter die Menschen, desto mehr wird auch in bar gezahlt. Die Gruppe der 45-54-Jährigen sowie die Gruppe der plus 55-Jährigen gibt mehrheitlich an,  noch etwa 9-10 ihrer letzten 10 Einkäufe mit Bargeld beglichen zu haben. 

Lockdown-Effekt oder bleibender Trend? Der Geldautomat wird nur noch selten genutzt.

Deutschlandweit gibt es noch etwa 60.000 Geldautomaten. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie häufig werden sie tatsächlich genutzt? Die Studie hat danach gefragt, wie häufig die Befragten Geld am Automaten abheben. Die Ergebnisse zeigen, wie gering der Bedarf an Bargeld ist und wie selten die Deutschen tatsächlich noch den Weg zum Geldautomaten antreten. Nicht einmal 5% aller Befragten geben an, täglich (0,97%) oder mehrmals pro Woche (3.5%) Bargeld abzuheben. Über die Hälfte der Befragten hebt nur einmal pro Monat (31%) oder sogar weniger als einmal pro Monat (20%) Bargeld am Automaten ab. 

Alternativen zum Bargeld setzen sich in jüngeren Generationen durch

Mit der Studie wurde darüber hinaus abgefragt, ab welchem Betrag die Deutschen präferiert mit bargeldlosen Methoden, wie Karte oder Smartphone, bezahlen. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der Deutschen bereits bei Beträgen ab 11 Euro zu bargeldlosen Bezahlmethoden greifen. Die Schwelle für alternative Bezahlmethoden steigt mit dem Alter: In der Altersgruppe der plus 55-Jährigen zahlen die meisten Befragten (14%) erst ab Beträgen von über 100 Euro am liebsten mit Karte oder Smartphone. 

In Deutschland spielt Bargeld, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, nach wie vor eine große Rolle und Bargeld war lange das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Das scheint sich nun zu wandeln. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Bedeutung von Bargeld tatsächlich eine Generationenfrage ist und stetig abnimmt. Mit dem Klarna Cash Index gewinnen wir einen Einblick, wie weit Deutschland auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft bereits vorangeschritten ist.”, Robert Bueninck, Geschäftsführer DACH, Klarna. 

Deutschland war bisher im Nationenvergleich eines des der wenigen Länder, in dem Bargeld nach wie vor stark genutzt und nicht durch digitale Bezahlmethoden abgelöst wurde. Durch die aktuelle Coronakrise hat das bargeldlose Bezahlen in Deutschland einen enormen Auftrieb erhalten. Eine aktuelle Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman prognostiziert, dass der Anteil von Barzahlungen nach Umsatz bis 2025 auf 32% sinken wird. Im Jahr 2019 lag der Bargeld-Anteil noch bei 47%. Nach Angaben des Bankenverbands ‘Deutsche Kreditwirtschaft’ laufen etwa die Hälfte aller Kartenzahlungen momentan kontaktlos ab, während im Dezember 2019 dieser Wert noch bei 36 Prozent lag. Das zeigt sich auch bei der Nutzung der Klarna Card: Diese verzeichnete von Mitte April bis Ende Mai einen Anstieg des Handelsvolumens von 72% in Deutschland.

Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie hier: https://www.klarna.com/de/blog/so-viel-bargeld-haben-die-deutschen-in-der-tasche/  

Zur Methodik der Studie

Das Meinungsforschungsunternehmen Yougov hat im Rahmen einer repräsentativen Online Befragung im Mai mehr als 2000 Personen in ganz Deutschland zu ihrem Umgang und ihrer Einstellung zu Finanzen befragt. Die Befragung deckte alle 16 Bundesländer ab, richtete sich zu gleichen Teilen an Männer und Frauen und erreichte Personen im Alter von 18 bis 55 und älter. 

Über Klarna

Klarna ist einer der weltweit führenden Zahlungs- und Shoppinganbieter und eine lizenzierte Bank, die das Bezahlerlebnis für Käufer und Händler grundlegend verändert. Das Unternehmen, das 2005 in Schweden gegründet wurde, ermöglicht Verbrauchern schnell, einfach und sicher offene Zahlungen sofort, später oder in Raten zu begleichen. Klarna arbeitet mit über 205.000 Händlern wie H&M, Spotify, MediaMarkt, Expedia, Nike oder Deutsche Bahn zusammen und beschäftigt aktuell über 2.700 Mitarbeiter in 17 Ländern. Im Jahr 2014 übernahm Klarna die Sofort GmbH; im Jahr 2017 erfolgte dann die Akquisition der Billpay GmbH. Aktuell ist Klarna mit einer Unternehmensbewertung von 5 Milliarden Euro das am höchsten nicht börsennotierte FinTech in Europa. Zu den Investoren des Unternehmens gehören u.a. Sequoia Capital, Bestseller Group, Atomico, VISA und Permira. Weitere Informationen finden Sie unter www.klarna.de.

Ansprechpartner
David Zahn
Communications DACH
david.zahn@klarna.com